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Es war einmal ein König, der einen wandernden Weisen zu einer Partie Schach herausforderte. Der König versprach ihm jede Belohnung, die er sich wünschen würde, falls er gewinnen sollte. Der Weise erklärte, er habe nur eine sehr bescheidene Bitte. Da er kaum materielle Bedürfnisse hatte, wünschte er sich lediglich etwas Reis, dessen Menge nach folgendem Prinzip festgelegt werden sollte: ein Reiskorn auf dem ersten Schachbrettfeld, zwei auf dem zweiten, vier auf dem dritten, acht auf dem vierten, sechzehn auf dem fünften und so weiter, wobei sich die Anzahl der Körner von Feld zu Feld jeweils verdoppelte.
Der König war erfreut über diese scheinbar einfache Bitte, und das Spiel begann. Wie es kam, verlor der König tatsächlich. Um sein Versprechen zu halten, ließ er einen Sack Reis bringen und begann zu rechnen und die Körner abzuzählen. Doch bald stellte er fest, dass die Gesamtmenge an Reis, die er dem Sieger schuldete, größer war als der gesamte Reisvorrat seines ganzen Königreichs. So wie ein Schachbrett 64 Felder hat, hat ein Jahr 365 Tage. Jeder einzelne trägt die Möglichkeit zu wachsen in sich. Aber, und das ist der schwierige Teil, wir müssen entschlossen, beständig und ausdauernd sein. Ein einziges Reiskorn ist fast nichts. Selbst wenn sich die Menge mit jedem Feld verdoppelt, ergibt das nach 14 Feldern gerade einmal etwa ein Pfund oder ein halbes Kilo. Das wirkt nicht besonders beeindruckend. Wenn wir uns also für etwas entscheiden – sei es eine neue, gute Gewohnheit, das Erlernen einer neuen Fertigkeit oder die Gründung eines eigenen Unternehmens – laufen wir Gefahr, den Mut zu verlieren, falls wir zu früh nach Fortschritten Ausschau halten oder keine unmittelbaren Veränderungen erkennen.
Unterschätzen wir also nicht die zusammenwirkende Kraft scheinbar kleiner Schritte! Lass uns geduldig sein, treue Verwalter dessen, was Gott uns anvertraut hat, und zusehen, wie es wächst.
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12 Basis Grundsteine Kursus Tiel 12a für Jüngere Kinder: Gottes Weg Gehen - Was Sind Die Massstäbe?11/12/2025
Hast du schon einmal eine Stangensellerie in gefärbtes Wasser gesteckt? Sobald das Wasser im Stiel aufsteigt, fängt der Sellerie an, seine Farbe zu ändern. Es dauert ein paar Tage, bis man die Veränderung feststellt, aber schon bald wird die Stange Sellerie die Farbe des Wassers annehmen, in dem sie sich befindet. Sellerie absorbiert auch sehr schnell jegliche Gifte und Pestizide aus der Luft oder dem Boden. Mit unserem Geist ist das genauso. Die Quelle unserer Nahrung oder unseres Inputs und welchem Einfluss wir uns auch immer aussetzen, wird uns entweder zum Guten oder zum Schlechten beeinflussen. Wir werden ständig mit Input überschwemmt – durch das Internet, durch Filme, Musik, Bücher und natürlich durch die Menschen, mit denen wir Umgang haben. Wie diese Dinge uns beeinflussen, zeigt sich jedoch nicht immer so deutlich wie der Effekt von Wasser auf Sellerie. Einiges mag harmlos oder sogar gut aussehen, doch kann es am Ende einen negativen Effekt haben. Anderes ist vielleicht durchaus unterhaltsam und harmlos – es mag sogar unseren Verstand anregen und unsere Fähigkeiten und Kenntnisse erweitern, aber es ernährt unseren Geist trotzdem immer noch nicht mit der Substanz, die er braucht, um zur vollen Entfaltung zu kommen.
Deshalb sagt Jesus, dass wir in Ihm bleiben und Ihn zu unserer Quelle machen sollen. Er bietet uns das Wasser des Lebens an – das einzige Wasser, welches unseren Geist nie mehr dürsten lässt. Im ersten Psalm heißt es, diejenigen, die sich an Gottes Wegen und Seinem Wort erfreuen, sind wie: „…ein Baum, der am Flussufer wurzelt und Jahr für Jahr reiche Frucht trägt. Seine Blätter welken nicht, und alles, was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,3)
Lasst uns unsere Wurzeln fest an den Flüssen des lebendigen Wassers pflanzen.
Stelle dir einen Reisenden vor, der still in einem Boot sitzt, das einen Fluss hinab treibt, welcher sich durch ein grünes Tal hindurch schlängelt. Bäume und Büsche, manche in voller Blüte, säumen das Ufer. Majestätische, schneebedeckte Gipfel erheben sich in der Ferne. Nur bemerkt der Reisende die Schönheit um ihn herum nicht. Er ist zu beschäftigt, den Reiseführer zu studieren, Informationen über die Geschichte der Region zu sammeln und zu erfahren, wohin ihn der Fluss wohl bringen wird.
„Schau um dich herum! Du verpasst ja die Aussicht!“ Rufen wir ihm zu. Doch vergeblich. Er liest einfach weiter, sein Kopf über das Buch gebeugt und völlig ins Lesen vertieft. Es gibt Momente, in denen wir den Reiseführer studieren sollten und es gibt Zeiten, in denen wir zurückdenken oder nach vorne schauen müssen. Aber wir sollten uns auch die Zeit nehmen, in der wir alles beiseitelegen und wirklich nur den Moment genießen.
Nimm dir für die folgende Woche jeden Tag fünf oder zehn Minuten Zeit, um deine Welt um dich herum näher zu betrachten. Richte deine Aufmerksamkeit auf die luftigen weißen Wolken, wie sie ohne jede Anstrengung über den strahlend blauen Himmel ziehen. Betrachte das verschlungene Design auf den Blütenblättern einer Blume, studiere die großartige Architektur eines Baumes, oder beobachte die Formation eines Vogelschwarms im Fluge. Halte jeden Tag nach etwas anderem Ausschau und danke Gott für Seine immense Kreativität.
Ziel: Lerne die Gabe der Prophezeiungen zu nutzen!
Victor Hugos literarischer Klassiker Les Misérables (Die Elenden) erzählt die Geschichte von Jean Valjean, dessen sowieso schon schwieriges Leben durch eine einzige Fehlentscheidung zu Fall gebracht wird, als er ein Brot für die hungernden Kinder seiner Schwester stiehlt. Als Konsequenz dieser Tat verbringt er die nächsten 19 Jahre im berüchtigten Zuchthaus von Toulon. Unfähig nach seiner Entlassung als ehemaliger Strafgefangener Arbeit zu finden, bettelt Valjean beim Haus des Bischofs von Digne. Dieser gibt ihm zu essen und ein Bett für die Nacht. Doch Valjean wird angesichts einer scheinbar trostlosen Zukunft von Verzweiflung übermannt. Er erliegt der Versuchung, stiehlt das Tafelsilber aus dem Hause des Bischofs und verschwindet in der Nacht.
Er kommt jedoch nicht weit, wird samt dem Silber verhaftet, zurückgeschleppt und dem Bischof gegenübergestellt. Wohl wissend, was mit Valjean geschehen wird, wenn er ein zweites Mal verurteilt würde, gibt der Bischof Valjean eine Chance und erklärt vor der Polizei: „Ich habe ihm das Silber geschenkt“.
Valjean ist von den gesetzlichen Folgen seiner Tat befreit, nicht aber von seinen schlechten Gewohnheiten. Nachdem er noch einmal stiehlt, wird er zu einer weiteren Entscheidung getrieben. Dieses Mal empfindet er Reue, und von jenem Augenblick an ist er ein anderer Mensch. In den folgenden Jahren erlebt er weitere Umbrüche und hat noch viele schwere Entscheidungen zu treffen, doch er bleibt dem neuen Kurs treu, den einzuschlagen ihm Gott geholfen hat.
Les Misérables ist eine bewegende Schilderung der erlösenden Kraft von Gottes Liebe. Doch sie illustriert gleichfalls, wie unser Leben von unseren Entscheidungen geformt wird. Selbst scheinbar kleine Entscheidungen können weitreichende Folgen haben. Wie können wir uns vergewissern, die richtigen Entscheidungen zu treffen? Der einzig richtige Weg ist, Gott in den Entscheidungsfindungsprozess mit einzubeziehen. Denn Er allein weiß, was am Besten ist. Er möchte sehen, wie wir eine Entscheidung treffen, und unterstützt uns immer, wenn sie gut ausfällt. Die weiseste Entscheidung, die wir treffen können ist, Ihn um Seine Hilfe zu bitten. Geschichte von Activated Magazin. Bilder mit freundlicher Genehmigung von http://lesmiserabletshoujocosette.wikia.com/wiki/The_Silver_Candlesticks |
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October 2026
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